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Zylinder-Aufsatz-Sekretär Mainz um 1790 

Zylinder-Aufsatz-Sekretär
Mainz um1790
Mahagoni mit vergoldeten Bronzebeschläge
Bronzegalerie mit Mahagoni-Ständerwerk mit vergoldeten Zapfen Dekorationen
Zylinderbüro mit Aufsatz
wohl ein Mainzer Meistertück um 1785, ein sogenanntes „Cantourgen“
Mahagoni Furnier auf Nadelholz, gegossene feuervergoldete Bronzebeschläge, Messingleisten und Kanneluren, Eisenschlösser, gesägt Messing-Galerie mit hölzernen Türmen
H: 188 cm B: 136 cm T: 67 cm
Auf vier konisch nach unten verjüngten Füßen steht der Kommodenteil des dreiteiligen Möbels. Üer zwei kleinen Schubkästen neben einer Fiußöffnung folgen zwei große Schubkästen. Darüber befindet sich der durch einen zuylinder verschlossene Schreibteil, der sich durch das herausziehen der zwischen Kommode und Zylinder befindlichen filzbespannten Schreibfläche automatisch öffnet. In der Mitte des Eingerichtes befindet sich ein durch eine Jalousie verschlossenes Fach, das links und rechts von je zwei echten und einer vorgetäuschen Schublade flankiert wird.
Über dem Schreibteil folgt der Aufsatz mit einem durch eine Tür verschlosssenen Mittelfach, unter dem sich ein kleiner Schubkasten befindet. zwei Blöcke mit je zwei kleinen Schubkästen befinden sich zu Seiten des FAches. Den oberene Abschluss bildet ein konkav eingezogenes breites Gesims. die Ecken des Mögbels sind breit abgeschlägt und im Kommodenteil mit Messingkanleuren ausgeschlagen. Solche finden sich auch in den Pilastern des Mittelfachs des Aufsatzes, die ebenfalls abgeschrägt sind. Üppiger Bronzeschmuck mit einer herrvorragenden Vergoldung ziert das gesamte Möbel. Dieser stammt ohl aus der Werkstatt des Mainzer Hofgürtlers Johan Georg Hebel.
Bronzen nahezug identischer Machart und Qualität finden sich an Mögbeln des ehemaligen Röntgen-Mitarbeiter und seit 1781 im Dienst des Mainzer Fürtbischofs Friedlich Carl von Erthal stehenden Johannes Kroll, mit dem h´Kohan Georg Hebel nachweilsich zusammenarbeitete.