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Sekretär á abattant, Schreibklappen-Sekretär

Preis auf Anfrage
Art.-Nr.: Sek-21060816

Sekretär – à abattant, Louis Seize aus Frankreich um 1790

Vollkommen originaler Zustand mit original weißer Marmorplatte

Palisander-Rosenholz auf Eiche, Vorderfront Schildpatt-Bemalung

Sehr schönes drei-Zungen-Messing-Schloss und diverse Geheimfächer

signiert von Jean-Joseph Chapuis*

Absolute Museums-Qualität

  • Höhe: 148 cm
  • Schreibhöhe: 76 cm
  • Breite: 100 cm
  • Tiefe: 45 cm

 

 

Jean-Joseph Chapuis

* am 6. Juni 1765 in Brüssel, Belgien – † 10. Februar 1864 ebenda

Jean-Joseph Chapuis wurde in geboren Brüssel 1765. Er wurde in Paris ausgebildet, wo er Meister wurde und berechtigt war, eine persönliche Marke zu verwenden (estampille) über seine Arbeit. Er hatte seine Werkstatt bis 1795 in seiner Heimatstadt eingerichtet und sie bis 1830 aktiv gehalten, wobei er regelmäßig seine Zeichen auf die von ihm hergestellten Möbelstücke setzte. Als in Paris die ersten Nachschlagewerke zur Geschichte der französischen Möbel im 18. Jahrhundert erschienen, wurde diese Marke Claude Chapuis zugeschrieben, der eigentlich nur ein einfacher Händler war, von dem wenig oder gar nichts bekannt ist. Dies beraubte Jean-Joseph Chapuis seines Ruhmes und erklärt, warum Möbelstücke von Jean-Joseph Chapuis in öffentlichen Sammlungen außerhalb Frankreichs selten zu finden sind. Eine Ausnahme bildet das Museum von Vleeshuis in Antwerpen. Es wurden nur Einzelstücke von Chapuis gefunden, keine Sammlungen. Daher ist es unmöglich, genau über alles zu berichten, was er zu Lebzeiten produziert hat. Belgien, ist das einzige Land, das im Museum von Saint-Josse-ten-Noode in Brüssel mehrere markierte Möbelstücke von Chapuis besitzt. Sie stammen von Joseph Adolph Van Cutsem, einem Sammler von Reich Möbel, der 1865 seine Sammlung durch zwei bedeutende Einkäufe während des Bestattungsverkaufs von Chapuis ergänzte. Diese Stücke spiegeln jedoch nicht die gesamte Bandbreite der von diesem Tischler verwendeten Stile wider.

 

Kreative Arbeit

Das belgische Musées royaux d’Art et d’Histoire hatte lange Zeit nur ein einziges, gestempeltes Möbelstück von Chapuis, einem Kommodenstuhl, den Isabel und Helen Godtschalck 1915 dem belgischen Staat vermacht hatten. Im 18. Jahrhundert wie heute gab es verschiedene Euphemismen für diese Art von Stuhl, wie z Chaise de Commodité (Warenstuhl), Chaise d’aisances (Einrichtungen Stuhl) und Chaise d’affaire (Geschäftsstuhl). Aufgrund seiner besonderen Möbel und seiner außergewöhnlichen Fertigungsweise wurde Chapuis im Jahr 1805 mit der Bewertung der Einrichtung der königliche Burg von Laeken beauftragt. In seiner Einschätzung nannte Chapuis dieses Möbel „Chaise de Garde (Pflegestuhl)“, ein seltener Begriff, auch zu finden im Nachlassinventar der Kaiserin Josephine bei der Château de Malmaison. Die Verwendungszwecke beziehen sich auf einen Zusatzmöbel zum Schlafzimmer, das nur in wohlhabenden Wohnhäusern mit zu finden war.

 

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